Todesreiter von Dafur

Ein sehenswerte Video weil es nicht nur zeigt was in Dafur passiert, sondern auch, dass sich die Welt darum wenn überhaupt nur widerwillig kümmert.

Video ca 82 Min.

Ich bin der Überzeugung, dass Regierungen deutlich Postion beziehen müssen. Deshalb aus der Präsens des Auswärtigen Amtes der Text über die Beziehungen zum Sudan.
Ein Hinweis auf Menschrechtsverletzungen sucht man da aber ebenso vergebens, wie die Erwähnung der Tatsache, dass gegen Sudans Präsidenten Umar al-Baschir ein Haftbefehl des internationalen Starfgerichtshof wegen Völkermordes ausgestellt wurde.

 

So sieht das Auswärtige Amt die Beziehungen von Deutschland zum Sudan:

(Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Sudan/Bilateral_node.html; 15.9.2011)

Politische Beziehungen

Die Bundesregierung bemüht sich, zur Lösung der verschiedenen Konflikte im Sudan beizutragen. Ziel ist eine friedliche, sichere und nachhaltige Entwicklung im gesamten Land.

Deutschland unterstützt das umfassende Friedensabkommen zwischen Nord- und Südsudan im Rahmen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen finanziell und politisch. Deutschland ist wichtiger Beitragszahler für die Friedensmission der Vereinten Nationen im Sudan (UNMIS) und entsendet Polizisten und Soldaten für die Blauhelmmission. Deutschland trägt zudem durch Entwicklungshilfemaßnahmen zum Aufbau und zur Stabilisierung des Südsudan bei.

In Darfur gehört Deutschland zu den wichtigsten Gebern von humanitärer Hilfe für die ca. 2,7 Millionen Binnenvertriebenen. Zudem unterstützt Deutschland politisch und finanziell den gemeinsam von Afrikanischer Union und Vereinten Nationen ernannten Vermittler in Darfur. Die gemeinsam von AU und VN geführte Friedensmission in Darfur (UNAMID) unterstützt Deutschland finanziell und personell mit Polizisten und Soldaten, sowie mit Ausbildungs- und Ausstattungshilfe für Kontingente afrikanischer Truppensteller.

Wirtschaftsbeziehungen und entwicklungspolitische Beziehungen

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Sudan sind von hoher Wertschätzung deutscher Lieferungen und Leistungen geprägt; das Volumen ist gering. Da bislang keine Hermesdeckung der Bundesregierung für Auslandsgeschäfte mit Sudan möglich ist, bleiben die Perspektiven für eine Ausweitung des bilateralen Handels beschränkt.

Großprojekte wie die Erweiterung des sudanesischen Telekomsektors sowie im Kraftwerksbau und im Verkehrssektor (neuer Flughafen für Khartum, Eisenbahnbau) haben das Interesse deutscher Unternehmen geweckt, die sich insbesondere mit Ingenieurdienstleistungen im Auftrag der sudanesischen Regierung beteiligen. Vertreter von DIHK, AHK oder Korrespondenten der BfAI gibt es im Sudan nicht.

Der Außenhandel Deutschlands mit Sudan bewegt sich auf niedrigem Niveau. Die Exporte stiegen im Jahr 2010 237 Millionen Euro (2009: 202 Millionen). Die Importe stiegen auf 17 Millionen Euro (1. HJ 2009: 12 Millionen). Traditionelle Hauptexportgüter Sudans nach Deutschland sind Baumwolle, Gummi Arabicum sowie in geringen Mengen Sesam, Nüsse und Leder.

Die sudanesischen Importe aus Deutschland umfassen hauptsächlich Maschinen und Ausrüstungen, sowie Fertigerzeugnisse, Chemikalien, Lebensmittel und Textilien.

Kulturelle Beziehungen

Die Zusammenarbeit im Bereich Kultur und Bildung ist gut entwickelt. Deutsche Kultur und Wissenschaft haben in Sudan einen hervorragenden Ruf. Zahlreiche Sudanesen haben in Deutschland studiert oder gearbeitet und halten in Khartum ein aktives Netzwerk von an Deutschland Interessierten aufrecht.

Das Goethe-Institut in Khartum stellt seit seiner Wiedereröffnung 2008 in der Programm- wie in der Spracharbeit eine zentrale Säule der kulturellen Beziehungen mit Sudan dar. Mit seinem kulturellen Programm (Theaterworkshops, Konzerte, Diskussionsrunden, etc.) und dem im Hause betriebenen „Café Einstein“ dient es als Treffpunkt der aufstrebenden sudanesischen intellektuellen Elite, die die benachbarten Universitätsinstitute besucht. Sprachkurse des Goethe Instituts erfreuen sich großer Beliebtheit.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) war bis Juni 2009 durch einen Lektor (Germanistik) in Khartum vertreten. Dieser war für die Vergabe von Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte in Deutschland und für die Studienberatung zuständig.

Seit 1990 wird Deutsch als Fremdsprache an sudanesischen Universitäten angeboten. Derzeit sind knapp 100 Studenten im B.A. und B.A.-honours Programm an der University of Khartum eingeschrieben. Die Zaiem al Ashari University und die Sudan University of Science and Technologie verfügen über eine Deutsch als Fremdsprache-Abteilung. An sudanesischen Schulen besteht bisher kein Angebot zum Erlernen der deutschen Sprache.

Die Deutsche Welle (-TV) strahlt seit 01.11.2000 Programme über den Kabelkanal des Khartum International Channelaus.

Im Wissenschaftsbereich existiert eine Reihe von Kooperationsprogrammen sudanesischer und deutscher Bildungseinrichtungen mit Austausch von Studenten, Doktoranden, Forschern und Hochschullehrern. Dazu zählen die Zusammenarbeit der Ahfad-Frauenuniversität Omdurman mit der Humboldt-Universität Berlin und der TU Berlin (Frauenstudien, Entwicklungspolitik) sowie Kontakte zwischen der Gezira-Universität mit der Humboldt Universität (Landwirtschaft, Archäologie).

Im Bereich des Kulturerhalts besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem sudanesischen Antikendienst und verschiedenen deutschen archäologischen Einrichtungen. Mitarbeiter der Humboldt Universität Berlin, der Universität zu Köln, dem Ägyptischen Museum in Berlin sowie des Deutschen Archäologischen Institutes führen regelmäßig Restaurierungs- und Konservierunsarbeiten an antiken Stätten in Naga, Mussawarrat es Sufra und Gala Abu Ahmed durch. Dort gefundene Exponate werden regelmäßig als Leihgaben nach Deutschland verbracht. Deutschland hat diese Zusammenarbeit im Jahr 2008 mit mehr als 200.000 Euro unterstützt.


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