Schmutzige Schokolade II – Warum mir Schokolade weiter nicht schmeckt

Es gibt sie nach wie vor, die schmutzige Schokolade. Nach wie vor läuft das schmutziges Geschäft bei dem Kinder systematisch ausgebeutet werden damit wir unsere Schokolade möglichst billig einkaufen können. Der Beitrag „Schmutzige Schokolade“ der 2010 Kinderhandel und Kindersklaverei auf den Kakaoplantagen insbesondere an der Elfenbeinküste aufdeckte hat, hat neben der öffentlichen Entrüstung auch viel Beteuerungen und Ankündigungen der großen Schokoladenhersteller wie Nestle, Mars oder Cargill ausgelöst. Aber wie ernst darf man das nehmen? Oder bleibt es bei der schmutzigen Schokolade in den Regalen unserer Supermärkte?

ICI (International Cocoa Initiative) in dem sich die großen Kakaoverarbeiter und Schokoladenhersteller zusammengetan haben um Kinderarbeit zu bekämpfen baut angeblich Schulen und arbeitet nicht mit Kakaoproduzenten zusammen die Kinderarbeit zulassen.  Sätze wie „… es ist gut das die Verbraucher wissen wie schwer es ist Schokolade zu produzieren…“ sind einfach nur verlogen und zeigen, dass es so ernst mit der Bekämpfung von Kinderarbeit nicht ist. Man redet sich heraus, hat nicht gewusst und wird selbstverständlich sofort darum kümmern.

Ich glaube daran nicht mehr! Wenn ein Fernsehteam von der Elfenbeinküste zurück kommt und berichtet, das nach 2 Jahren nicht ein einziges der wunderbaren Projekte tatsächlich umgesetzt wurde zeigt dies, dass es so ernst nicht damit ist und man am Ende nichts Ernsthaft tut, solange sich mit dem Elend der Kinder „gutes“ Geld verdienen läßt. Ernst wenn wir Verbraucher uns der schmutzigen Schokolade verweigern und damit kein Geld zu verdienen ist wird sich wirklich etwas bewegen, Eine gute Idee ist eine Kampagne wie „Nutella soll fair sein“ an der man sich unbedingt beteiligen sollte.

Video ca. 45 Min.


Kommentare

Schmutzige Schokolade II – Warum mir Schokolade weiter nicht schmeckt — 3 Kommentare

  1. Nachtrag:
    Nestle schüttete 2011 fast 4 Milliarden CHF Dividende an seine Aktionäre aus. Paul Bulcke, der Chef von Nestle verdiente 2011 9,8 Millionen CHF
    Cargill machte 2010 einen Gewinn von 2,60 Milliarden US-Dollar.
    Mars verkündet stolz ein drittes Jahr in Folge Umsatzwachstum
    Ferrero meldete im Geschäftsjahr 2010-2011 ein Umsatzwachstum von 9,1 Prozent auf 7,218 Milliarden Euro

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