Mali, ein afrikanischer Staat im Bürgerkrieg

Die Lage in Mali spitzt sich zu, vom Bürgerkrieg zum internationalen Konflikt. Ob allerdings der miltitärische Einsatz Frankreichs und einiger afrikanischer Nachbarländer geeignet sind die Lage zu beruhigen, daran habe ich grosse Zweifel. Das Problem besteht nicht nur aus Islamisten. Es gibt da noch die Tuaregs, die einen eigenen Staat wollen und man darf nicht vergessen, das es auch Tuaregs aus Mali waren die von Gadaffi ausgebildet wurden und für ihn gekämpft haben. Nach seinem  Sturz sind sie bestens mit Waffen ausgerüstet zurück nach Mali gekommen um für einen eigenen Staat zu kämpfen. Diesen Konflikt nutzen nun Islamisten um eine Gottesstaat nach ihren Vorstellungen zu errichten.

Tatsächlich ist die Situation noch sehr viel komplizierter. So ist z.B.  Amtssprache und Unterrichtssprache französisch, das aber nur etwa 10% der Einwohner sprechen und verstehen. Die am meisten gesprochene und verstandene Sprache ist  Bambara (40 Prozent Sprecheranteil und inclusive Zweitsprache 80%) Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Sprachen. Auch die im April 2012 durch einen Militärputsch gestürzte Regierung war alles andere als stabil und vorbildlich sondern korrupt.
Wer gerne wissen will wie die Situation in Mali von innen betrachtet tatsächlich ist, und warum die im Tuareg-Rebellen nicht einfach wie von Frankreich gesehen „Freiheitskämpfer“ sind, dem empfehle ich die Arbeit von Charlotte Wiedemann  aus dem Afrika-Referat der Heinrich Böll Stiftung.


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