Französische Interessen in Mali

Was in Mali wirklich passiert und welche Interessen hinter der französische Intervention stehen zeigt der Beitrag des ZDF. Und er bestätigt mich in meiner Meinung, das hier nicht die humanitäre Hilfe im Vordergrund steht sondern handfeste wirtschaftliche Interessen. Den Menschen in Mali wird es am Ende wenig nutzen, auch nicht den Tuareg. Das was sich dort abspielt betrifft nicht nur Mali sondern ist das Ergebnis kolonialer Grenzziehungen, die jenseits der gewachsenen Bevölkerungs- und Stammeskulturen ausschliesslich nach dem Gusto der ehemaligen Kolonialherren erfolgten. In der gesamten Magreb-Region, (Libyen, Algerien, Marokko,Tunesien und Mauretanien) ist der Bereich der Sahara willkürlich verschieden Staaten zugeschlagen worden. Dieses Gebiet ist aber einerseits der Lebensbereich zahlreicher Tuareg-Stämme und andererseits zu dem Rückzugsraum für radikale Islamisten, insbesondere der al-Qaida in Afrika geworden. Davon besonders die Staaten der südlichen Sahara betroffen wie Mali, Niger und der Tchad. Das zieht sich weiter durch die gesamte Sahelzone bis nach Somalia. Aber Mali ist nicht das Ziel der radikalen Islamisten sondern die gesamte Region soll ihr Gottesstaat werden.
Da bleibt nur die Frage wer sie unterstützt und woher kommen das Geld und die Waffen? Und natürlich muß man auch die Frage stellen, wie geht es weiter? Dazu ein Statement des Kasseler Politogen Prof. Werner Ruf aus der Phoenix-Runde am 23.1.2013 (Ausschnitt ca. 3 Min. aus der Sendung)

ZDF-Beitrag Video ca. 27 Min.


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