HUNGER Eine Dokumentation, die man gesehen haben sollte

Der Dokumentarfilm „Hunger“ berichtet in eindringlichen Bildern über die Konsequenzen des Hungers. Es wird erzählt, wie Menschen mit dem Hunger umgehen.

Es werden aber auch Zusammenhänge gezeigt. Zum Beispiel, dass die Rosen aus Kenia, die wir zum Hochzeitstag, zum Muttertag oder zum Geburtstag verschenken, mit Wasser erzeugt wurden, das in Kenia den Bauern weggenommen wird. Es wird gezeigt, wie Industrieinteressen über das Recht auf Nahrung gestellt werden. Die Produktion gentechnisch veränderter Pflanzen wie Mais, Reis und Baumwolle in riesigen Monokulturen zerstört nicht nur Umwelt, sondern auch lokale Infrastruktur und vernichtet kleinbäuerliche Existenzen. Verdienen tun daran insbesondere groߟe Konzerne wie Montsano.

Es ist heute unbestritten, dass genügend Lebensmittel produziert werden, um die gesamte Weltbevölkerung satt zu machen. Das gelingt nicht, weil die Gier nach dem Mehr, mehr Geld, mehr Wohlstand und noch billigeren Lebensmittel sich in unseliger Weise mit einem freiwillig begrenzten Horizont verbindet. In Zeiten des Internets kann jeder sich informieren, wo gerade wie viele Menschen verhungern. Jeder kann recherchieren, wie im Interesse von Konzernen, Investoren und Regierungen ganze Länder ausgeplündert und die Bevölkerung in unsagbares Elend gestürzt werden.

Mit Recht wird am Ende des Films gefragt: „Was macht ihr, wenn sie über die Meere kommen, um sich das zu nehmen, was ihr nicht teilen wollt?“

Die Dokumentation von Markus Vetter und Karin Steinberger führt durch fünf Länder auf der Suche nach Ursachen und Zusammenhängen. Eine sehr sehenswerte Dokumentation.


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