Giftiger Elektroschrott verseucht Afrika

„Aus Deutschland werden nach Uno-Schätzungen etwa 100.000 Tonnen Elektrogeräte-Schrott pro Jahr exportiert. Die oftmals illegale Verklappung ist billiger als die fachgerechte Entsorgung. Vermeintliche Altauto-Exporte im Hamburger Hafen seien oft bis unters Dach vollgestopft mit Elektronikschrott, berichten Insider. Aus anderen Ländern kommen ähnliche Mengen nach Afrika. “ Das  schreibt der Spiegel am 30.10.2011 ( http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,794843,00.html)

Jeder Bürger Deutschlands ist im Schnitt mit 20 Kilogramm Elektroschrott dabei. Einerseits besteht Elektronikschrott aus wertvollen Materialien, die als sekundäre Rohstoffe zurückgewonnen werden können. Andererseits enthält er eine Vielzahl Schwermetalle wie Blei, Arsen, Kadmium und Quecksilber, Halogenverbindungen wie polybromierte Biphenyle, PVC, chlorierte, bromierte und gemischt halogenierte Dioxine und weitere hochgiftige und umweltgefährdende Stoffe. Dioxine sind krebserregend, fruchtschädigend, sehr langlebig und reichern sich in fetthaltigen Nahrungsmitteln (Fleisch, Milch…) an. (Wikipedia)

Nicht mehr funktionsfähige Geräte dürfen nach der Basler Konvention.de nicht exportiert werden. Aber was ist Schrott? Flimmert der Bildschirm des Monitors oder Fernsehers noch ein bisschen, hat er noch eine Funktion und ist damit kein Schrott mehr, obwohl sich das Gerät wahrscheinlich niemand mehr ins Wohnzimmer stellen würde. Das gleich gilt für Computer. Läuft das Netzteil an ist er ein Gebrauchtgerät und darf exportiert werden. So stehen dann die Zöllner, die den Export von Schrott verhindern sollen, vor einer sowohl qualitaiv als auch vom Volumen her unlösbaren Aufgabe.

Größere Kartenansicht
Die Karte zeigt den Agbogbloshie scrap yard, von dem der Film berichtet.

Am Beispiel Ghanas zeigt der folgende Bericht wie das Geschäft mit dem Elektroschrott funktioniert und welche Schäden diese Art der „Entsorgung“ in Afrika verursacht.
Video ca. 54 Min.


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