Für die Kindersoldaten des Joseph Kony

Eine Aktion die zeigt, dass es via Netz möglich ist Aufmerksamkeit für Themen abseits der großen Politik zu schaffen, die von den grossen Medien gerne ausgelassen werden. Nach langen hin und her überlegen habe ich mich entschlossen das Video „Kony 2012“ der Organisation  Invisible Children hier aufzunehmen. Ich weiß wohl, dass es an der Organistion und an der Aktion auch Kritik gibt. Ein Teil der Kritik ist meines Erachtens berechtigt. So werden Klischees bedient, es wird nicht deutlich, das Kony nur einer der vielen furchtbaren Warlords in Afrika ist. Eine Auseinandersetzung mit den Regierenden in Uganda und den von ihnen zu verantwortenden derzeitigen Verhältnisse kommt gar nicht vor. Da hätte ich mir mehr Problembewußtsein von den Autoren gewünscht. Auf der andern Seite ist es schreckliche Realität, dass Joseph Kony und seine Mörderbande schreckliche Verbrechen begangen haben und es ist sicher, dass er mehr als 30.000 Kinder entführt, missbraucht, misshandelt und zu furchtbaren Taten gezwungen hat. Die Kritik, dass der Film zuviel Emotionen benutzt teile ich ausdrücklich nicht. Eine nur sachliche Behandlung dieses Themas ist nicht möglich.
Leider ist es aber nicht so, dass wenn Kony gefangen und verurteilt wird das Elend dieser Kinder zu Ende ist. Viele, wahrscheinlich die meisten dieser körperlich und seelisch schwerverletzen Kinder werden das ganze Leben lang einen sehr schmerzhaften und mühsamen Kampf um ein wenig Normalität führen müssen.

Die Gefahr ist sehr groß, dass wenn die Aktion vorüber, ist die Bereitschaft diesen Kindern, Jugendlichen und Erwachsen ein Leben lang Unterstützung zu geben, immer weniger werden wird.

Ich glaube es braucht nach „Kony 2012“ mindestens noch 40 Jahre lang Hilfe für die Opfer. Nicht nur für die Opfer von Kony, sondern für alle die auch heute noch als Kindersoldaten und Kinderarbeiter gequält, ausgebeutet und missbraucht werden.

Video ca. 30 Min.

Dank an die ASJ Bremen (www.asj-bremen.org) für die deutschen Untertitel.


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