EUROKRISE??????

Nun wollen sich die Regierungen an den Spekulationen mit Eurobonds beteiligen. Kurzsichtig und dumm weil es erstens den Spekulanten in die Hände spielt (je mehr Beteiligte es bei den Spekualtionen gibt, desdo größer sind die Gewinnchancen) und weil zweitens es unvorstellbar ist, dass die Politik sowas kann. Also wäre man auf die Banken als Berater angewiesen in der Hoffnung, das die zugunsten des Staates eigene Verluste riskieren.
Am Beispiel der Deutschen Bank wird in dem folgenden Video gezeigt wie Regierungen an der Nase herum geführt werden.
Video ca. 74 Min.

Ich glaube das man noch einen Schritt weiter SEHEN muss bevor man weiter Aktionismus betreibt. Die Krise wird erst beendet (wahrscheinlich wäre es besser von “händelbar” zu sprechen) wenn die Macht der Finanzinstitutionen begrenzt wird. Der Bankenbanditismus und der darin liegende Grundsatz der unbedingten Gewinnmaximierung ist es doch wovon die Politiker derzeit getrieben werden. Auf den ersten Blick ist doch jeder Prozentpunkt mehr Zinslast für Griechenland und natürlich auch für alle anderen Länder dieser Erde, vor allem ein Mehr an Gewinn für Banken und Spekulanten. Auf den zweiten Blick stelle ich dann auch noch fest, das sich die scheinbare Wirklichkeit der Finanzwelt und die Wirklichkeit der realen Wirtschaft weit voneinander entfernt hat.
Das führt dazu, dass Geld, egal welcher Währung, nicht mehr durch reale Produkte und Dienstleistungen gedeckt ist. Das Volumen an Futures auf Nahrungsmittel zum Beispiel war war bereits 2007 30 mal so hoch wie die reale Nahrungsmittelproduktion. Inzwischen dürfte sich diese Diskrepanz weiter gesteigert haben.
Abgesehen davon, dass ich es für unmoralisch halte mit Nahrungsmittel zu spekulieren solange es auf der Welt derart viel Hunger und Armut gibt, kann diese Methode, bei der mit Geld Geld verdient wird, ohne das irgend etwas geleistet oder produziert, wird auf Dauer nicht funktionieren. Die reale Wirtschaft wird darunter zusammenbrechen weil keiner mehr in reale Waren und Dienstleistungen investiert wenn man mit Spekulation doch viel schneller und mehr verdient. So gesehen ist die Eurokrise tatsächlich die Frage an die Politik, ob sie die Gestaltung der Lebenswirklichkeit der Menschen als ihre Aufgabe ansieht, oder ob sie dieses Feld den Spekulanten überlässt.
Um es mit Jean Ziegler zu beschreiben:
“Die total entfesselte, sozial völlig unkontrollierte Profitmaximierung ist ihre Strategie. Es ist gleichgültig, welcher Mensch an der Spitze des Konzerns steht. Es geht nicht um seine Emotionen, sein Wissen, seine Gefühle. Es geht um die strukturelle Gewalt des Kapitals.”

Einen Interessanten Artikel dazu habe ich bei attac gefunden.


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